Darmmykose / Hefepilzinfektion im Darm



WICHTIG: Bei Erkrankungen der Tiere bitte SOFORT den Tierarzt aufsuchen!

Dieser Text soll der Information dienen, ist aber keine Behandlungsanleitung.
Ich habe lediglich die Ergebnisse von meinen Recherchen hier zusammengetragen.


Wie man u.a. an den Quellenangaben sehen kann, habe ich im Internet gesucht, die Meinungen und Erfahrungen von Tierhaltern, Züchtern, Tierärzten und Heilpraktikern, meine eigenen Erfahrungen sowie den Inhalt einiger Bücher zu einem (wie ich hoffe) einigermaßen verständlichen Text verarbeitet. Trotz sorgfältiger Nachforschungen kann ich jedoch keine Garantie auf Richtigkeit geben
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Ursachen

Hefepilze sind meist eine Sekundärerkrankung bei Meerschweinchen und anderen Heimtieren. Sie kommen hauptsächlich bei (durch Krankheiten) geschwächten Tieren vor oder werden durch falsche Ernährung verursacht. Begünstigt werde die Hefepilze durch zuckerhaltige Ernährung und einen zu hohen Stärkeanteil in der Nahrung (Körnerfuttermischung, zuviel Obst, zuckerhaltige Leckerlis wie z.B. Drops, Knabberstangen etc.). Ebenfalls begünstigt wird der Befall durch Rohfasermangel (Heu). Daher sollte man zuerst einmal seine Fütterungsgewohnheiten überprüfen. Stress (Vergesellschaftung, Transport etc.) kann ebenfalls begünstigend wirken.

Hefen ernähren sich hauptsächlich von Zucker, daher ist es wichtig, diesen zu meiden und die Hefen somit "auszuhungern".


Symptome

Säuerlich riechender Durchfall, Aufgasung / Verstopfungung, koninuierliche Abnahme, Trägheit, Lustlosigkeit, Appetitlosigkeit.
Später: stumpfes Fell, Hautschäden.
Selten: schuppige Ohren.


Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch eine Kotprobe. Hefepilze bzw. Sporen können unter dem Mikroskop erkannt werden. Manche Tierärzte schicken die Probe aber auch an ein Labor, was leider bedeutet, dass man bis zu einer Woche auf das Ergebnis warten muss.


Behandlung

Empfehlenswert ist eine Heudiät.
Beim Frischfutter sollte deutlich gespart werden, also nicht mehr als 50 g FriFu am Tag füttern. Man sollte auch auf stärkearme Gemüsesorten zurückgreifen. Emfehlenswert: Broccoli, Fenchel, Gurke, Staudensellerie, sämtliche Salate, Chicoree und natürlich auch Gräser und Kräuter.

Auf Obst muss verzichtet werden, denn es enthält zuviel Zucker.

Bene Bac ist nicht empfehlenswert, da dieses ebenfalls Zucker enthält. Omniflora N ist die bessere Wahl.

Zur Bekämpfung von Hefepilzen wird der Wirkstoff Nystatin eingesetzt. Dieser wird in einer Dosis von 20 mg/kg dreimal täglich über 14 Tage oral verabreicht. Bei den handelsüblichen Standard-Suspensionen (100000 IE = 22,73 mg/ml) entspricht dies einer Menge von 0,9 ml/kg. Da Nystatin aufgrund seiner Molekülgröße nicht resorbiert wird, ist die Wirkung rein auf den Darm beschränkt. Negative Wirkungen auf die recht empfindliche bakterielle Darmflora sind nicht zu erwarten.

Quelle: fachpraxis Nr. 55 / Ausgabe: Juli 2009

Gegen den Durchfall kann man Dysticum geben. Es ist nicht einfach nur ein Durchfallmittel, es bindet auch die Giftstoffe im Darm.
Bei Aufgasungen empfiehlt sich die Gabe von Sab Simplex.

Sollte das Meerschweinchen Schmerzverhalten zeigen, kann man ein paar Tage lang Metacam geben. Später hilft oftmals das homöopathische Mittel "Spascupreel".


Kräuter:



Homöopathisches

Ein bewährtes homöopathisches Mittel bei Magen-Darm-Infekten und Abwehrschwäche ist der Schwarzafrikanische Rindenbaum: Okoubaka.

Okoubaka D3 - Globuli: dreimal täglich drei Kügelchen geben.
Einnahmedauer: drei Wochen, dann eine Woche Pause, dann - wenn nötig - nochmal drei Wochen.





Ich möchte noch einmal drauf hinweisen, dass dieser Text keine Anleitung zu einer Therapie sein soll. Bitte besprecht alles, was Ihr unternehmt mit Euren Tierärzten!!!


© H. Appelhagen (08.07.2010)
Links aktualisiert am 15.08.2016



Quellen:



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Vielen Dank!




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